#04 Communities der Nachhaltigkeit

Keiner kann für die heutige Welt alleine eine Lösung erschaffen. Doch gemeinsam sind wir stark. Nur geht das so einfach? Eine Gemeinschaft bilden und dann mal locker Zusammenarbeiten?

Für den heutigen Podcast haben wir uns mal dieses spannende Thema vorgenommen: Was funktioniert und was nicht?

Beginnen wir doch erst einmal mit ein wenig Übersicht. Wenn Du auf die Idee kommst eine Community für irgendwas zu machen, was dieser Welt hilft, dann bist Du nicht alleine. Hier gibt es zum Beispiel schon Seiten, die helfen sich zu vernetzen oder bereits existierende Gemeinschaften zu finden:

Sehr ansprechend finde ich das Projekt von Bring-Together:
https://www.bring-together.de/de/

Hier findest Du aktuell 223 Wohnprojekte und eine Menge weiterer Projekte rund um dieses Thema

Screenshot der Webseite bring-Together

Es gibt jedoch eine Liste von vielen Portalen, die versuchen eine Übersicht zu bieten. Hier eine kleine Auswahl:

Die Ökodörfer

Da tauchen natürlich auch die Ökodörfer auf, die teilweise schon seit Jahrzehnten dieses Denken in die Tat umgesetzt haben. Besonders ist unser ältestes Dorf Siebenlinden zu benennen. Das in Deutschland wahrscheinlich bekannteste Ökodorf hat mittlerweile 120 Bewohner und einen extrem niedrigen ökologischen Fußabdruck (73-78% niedriger) . Hier wird fast alles geteilt und nicht besessen. Daher ist der Fokus auf Miteinander viel stärker als in manchen modernen Gemeinschaften. www.siebenlinden.de

Dieses wollen wir mal als exemplarisches Konzept vorstellen: Wer mehr wissen will, kann sich auch die Dokumentation auf Youtube dazu sehen.

Viele Jahre hat das Dorf im Konsens den Aufbau betrieben. Also jeder sollte und konnte mit dabei sein und an der Entwicklung arbeiten. Mittlerweile ist ein neues Prinzip der Räte entstanden, dass das Konsensprinzip ergänzt.

Man darf nicht darüber hinweg schauen, dass es in so einem Projekt genügend menschliche und organisatorisch Probleme gibt, die immer wieder gelöst werden wollen. Auch das weg- oder auseinandergehen ist ein typischer Prozess jeglicher Veränderung. Denn es gibt auch in Siebenlinden nicht ständig gemeinsame Meinungen. Immer wieder braucht es einen freien Blick auf die Unterschiedlichkeit des Menschseins. Das braucht Akzeptanz und Großherzigkeit. Und dadurch findet man neue Möglichkeiten und Entscheidungsstrukturen. Und das ist so spannend, dass es auch für andere Projekte und auch Unternehmen interessant sein kann.

Die Prinzipien gemeinsamen Wohnens

Wenn man Menschen in den Communities fragt, warum sie so leben, dann geht es oft um drei Faktoren:

  • Lebensqualität und Nähe zur Natur
  • Ökologisch nachhaltig leben für die Welt
  • Gemeinschaft und Miteinander
  • Gegenseitige Unterstützung

Wenn Menschen zusammenkommen und neue Projekte erschaffen, sinnhaft und nachhaltig leben, dann gibt es typischerweise eine Reihe von Phasen, die oft nur durchgestanden werden.

Was gibt es zu bedenken!

Bei der Planung von Projekten ist es, damit diese auch erfolgreich umgesetzt werden können, immens wichtig, alle Phasen zu durchdenken. Vor allen Dingen muss sich jeder Beteiligte im Vorfeld darüber klar werden, welche Erwartungen er oder sie an dieses Projekt knüpft, damit es nicht zu unerwarteten „Hängepartien“ kommt. Also der Zweck des Ganzen steht im Fokus der Betrachtung und teilt sich in unterschiedliche Phasen auf:

  • Einstiegsphase
  • Arbeitsphase
  • Wandelphase
  • Auflösungsphase

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